Leserbrief Karina Woortmann: Straßenausbau und Anliegergebühren

Ich wohne an einer Straße in Westoverledingen, die ausgebaut wird. Würde die Gemeinde zukünftig eine Finanzierung über Steuergelder vornehmen, hätte ich davon nichts mehr. Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass dieses Vorgehen ungerecht wäre, wie es der Bürgermeister sagt.

Gerecht finde ich, was Westerstedes Bürgermeister weiteren Bürgern aus dem Oberledingerland und mir vorgestellt hat: Dort gibt es eine Liste, die offenlegt wann eine Straße saniert bzw. ausgebaut wird. Die Bürger können die Planungen einsehen und nachvollziehen, weshalb eine Straße nicht die oberste Priorität hat. In die Liste fließen u. a. ihre Wichtigkeit und ihr Zustand ein. Vielbefahrene Straßen, Schulwege etc. sind wichtiger als wenig genutzte. Weiterhin gilt, nicht jede Straße muss so ausgebaut sein, dass ihr Zustand sehr gut ist. Manchmal reicht die Wiederherstellung eines guten oder befriedigenden Zustandes.

In Westerstede gab keine Steuererhöhung zur Finanzierung des Straßenausbaus. Da ich bereits Grundsteuern in Westoverledingen zahle, die scheinbar nicht den Straßen zugutekommen, weiß ich nicht wieso ich mich ungerecht behandelt fühlen sollte, wenn dies zukünftig so wäre. Und das obwohl ich persönlich nicht davon profitiere, da ich bereits für meine Straße zahlen muss. Ich wäre sogar bereit eine Umlage wie bei der Deichacht zu zahlen, die für die Straßen verwendet würde.

Es kann nicht sein, dass es keine Neuerung geben darf, nur weil sich jemand ungerecht behandelt fühlen könnte, obwohl die Möglichkeit besteht, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen.

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