Energiewende – Alles grün und gut?

Der Atomausstieg und die Energiewende sind ein gesellschaftliches Ziel, das wir gemeinsam erreichen wollen. Leider ist dieses Ziel durch eine verfehlte Bundes- und Landespolitik gefährdet. Dies wird an sehr vielen Punkten deutlich.

MOIN findet: Die Energiewende muss besser geplant werden!

Strom sparen statt unnütz erzeugen

Der einfachste Weg, die Energiewende voranzubringen, wäre, Energie zu sparen, und zB. stromsparende Endgeräte zu fördern oder den Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose Energieberatung anzubieten. Dies geschieht aber nicht. Stattdessen wird mehr und mehr Strom aus Windenergie erzeugt, der aber mangels Trassen weder in den Süden transportiert noch gespeichert werden kann. Da der Wind aber nicht immer weht, die Windenergie aber die sogenannte Grundlast, wie sie eine Industrienation wie Deutschland immer benötigt, ohne Speichermöglichkeit nicht leisten kann, müssen ständig Kohle- und Gaskraftwerke im Hintergrund vorgehalten und zugeschaltet werden.  Bei diesem Wettbewerb haben die dreckigen Kohlekraftwerke sogar die sauberen und modernen Gaskraftwerke verdrängt. Deshalb wurde trotz der vielen Windindustrieanlagen, die schon errichtet wurden, bisher auch noch kein Gramm CO2 eingespart. Für den Klimaschutz wurde noch nichts erreicht! Auf der anderen Seite müssen immer öfter Windindustrieanlagen abgeschaltet werden, wenn zuviel Wind weht, da unser Stromnetz ansonsten zusammenbrechen und wir im Dunkeln sitzen würden. MOIN findet: Strom sparen und Speichermöglichkeiten schaffen würden die Energiewende und den Klimaschutz wirklich voranbringen!

Die größte Vermögensumverteilung aller Zeiten

Die Errichtung der Windindustrieanlagen wird großzügig aus dem Energie-Einspeise-Gesetz gefördert. Nutznießer sind die Investoren und Grundbesitzer. Ein Risiko gehe sie nicht ein, denn sie erhalten ihre Vergütung garantiert für 20 Jahre und sogar für Strom, den sie gar nicht eingespeist haben, da das Netz überlastet war. Bezahlen müssen diese Förderung alle Stromkunden. Bereits heute macht die EEG-Umlage rund 25% der Stromrechnung eines durchschnittlichen Haushaltes aus, bei einem 4-Personen-Haushalt rund 250 bis 300 Eur jährlich. Nachzulesen auf Ihrer Stromrechnung, Tendenz steigend. Die Energiewende durch das EEG ist damit das größte Vermögens-Umverteilungs-Programm, das es in Deutschland  jemals gegeben hat. Während eine kleine Gruppe Investoren und Grundeigentümer viel Geld verdient, müssen alle Bürgerinnen und Bürger, auch die sozial Schwachen dieses Geld aufbringen. Immer öfter müssen die Energieversorger den Strom deshalb auch abstellen, da Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können. Hierfür wurde schon der Begriff der Stromarmut geschaffen. MOIN findet: Die Energiewende muss sozial gerecht gestaltet werden!

Verlust von Natur und Landschaft

Die ostfriesische Landschaft ist durch die weite Sicht bis zum Horizont geprägt. Windindustrieanlagen der heutigen Generation erreichen aber eine Höhe von bis zu 200 Metern, blinken nachts und haben Fundamente so groß wie halbe Fußballfelder.Vielerorts ist die ostfriesische Landschaft deshalb bereits zerstört. Besonders schlimm sind die Auswirkungen im Landkreis Aurich in Arle und Roggenstede, aber leider auch an vielen anderen Orten, zu sehen. Wer sich über die Landschaftszerstörung dort ein Bild machen möchte kann dies in folgendem Youtube-Video tun:www.youtube.com/watch?v=v-WpyAqgnZ4. Fledermäuse, die sich nachts durch Ultraschall orientieren, werden durch die Windindustrieanlagen in ihrer Navigation gestört. Viele von ihnen verenden durch den Sog der Flügel der riesigen Anlagen. Störche und Greifvögel erkennen die Gefahr auch nicht und werden ebenfalls von Windindustrieanlagen getötet. MOIN findet: Windindustrieanlagen dürfen nur in begrenzter Zahl und dort errichtet werden, wo sie Natur und Landschaft am wenigsten stören.

Gesundheitsgefahren durch Infraschall

Die Bürgerinnen und Bürger in Arle und Roggenstede berichten von Krankheiten wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Migräne und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Grund dafür ist der Infraschall, niederfrequenter Schall, der von den großen Anlagen vermehrt ausgeht. Er wird vom Ohr nicht gehört, verursacht aber Schwingungen, die zB. vom menschlichen Gleichgewichtssinn und Nervensystem wahrgenommen werden und bei empfindlichen Menschen zu ständigen Fehlreizen und damit zu großen gesundheitlichen Problemen führen. Die Auswirkungen von Infraschall beschreibt Herr Dr. Johannes Meyer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Osteopathen sehr anschaulich in folgendem Youtube-Vortrag: www.youtube.com/watch?v=V5ZkfXbXmzo. Der Landkreis Leer beabsichtigt, in seinem Regionalplan weitere Windindustrieflächen in Flachsmeer, Großwolde und Breinermoor (siehe Karten) auszuweisen. Der Abstand zu Häusern im Außenbereich soll dabei nur 500 Meter betragen! Die  rot-grüne Landesregierung hat vor kurzem sogar einen Windenergieerlass beschlossen, der nur die 2-fache Anlagenhöhe und damit nur 400 Meter Abstand zu Wohnhäusern für erforderlich hält. Zum Vergleich: Im Bundesland Bayern beträgt der erforderliche Abstand die 10-fache Höhe! MOIN findet: Die Bürgerinnen und Bürger im Oberledingerland müssen vor den Gesundheitsgefahren des Infraschalls geschützt werden! Die Abstände im Regionalplan sind hierfür viel zu gering!

Keine weiteren Windindustrieanlagen in WOL

Die Gemeinde Westoverledingen verfügt über ein leistungsstarkes Windindustriegebiet in Steenfelde, das erst 2013 repowert worden ist. Die Gemeinde hat damit einen ausreichenden Beitrag für die Energiewende geleistet. Neuer Standorte bedarf es nicht! Stattdessen sollte für Westoverledingen ein umfassendes Energiekonzept mit dem Ziel erarbeitet werden, Energie zu sparen und den Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose Energieberatung anzubieten. MOIN findet: Wir brauchen eine Pause beim Zubau von Windindustrieanlagen! Um die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Energiewende nicht zu gefährden, bedarf es einer neuen Planung unter Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger!

Weitere Informationen

Wer sich mehr über das Thema Energiewende informieren möchte dem empfehlen wir folgenden Link:www.vernunftkraft.de

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